Sie wollen wissen was sich aktuell in der Windenergiebranche tut? Mit unseren Splittern halten wir Sie über neue Deals, Geschäftszahlen oder Kooperationen auf dem Laufenden. (Beitragsbild: ContextCrew)

VSB Gruppe räumt bei polnischer Dezember-Auktion ab
(16. Januar 2022)

Die VSB Gruppe hat sich in der Dezember-Auktion für erneuerbare Energien der polnischen Energieregulierungsbehörde mit 164,8 MW das größte Zuschlagsvolumen der Ausschreibungsrunde gesichert. Das gab der Projektentwickler bekannt. Demnach platzierte die Gruppe erfolgreich zwei Windenergie Projekte mit 123,2 MW bzw. 41,6 MW. Beide Gebote für einen Vergütungszeitraum von 15 Jahren konnten sich hohe Zuschlagspreise sichern, heißt es. Sie liegen in den Woiwodschaften Großpolen und Schlesien. Ziel ist die Inbetriebnahme bis zum Jahr 2025. Zusammen mit dem derzeit im Bau befindlichen Windpark Baranów-Rychtal hat das Unternehmen damit bereits über 200 MW in den Auktionen 2020 und 2021 gewonnen. VSB ist seit 2008 in Wrocław vertreten und hat in Polen rund 76 MW in Betrieb genommen sowie über 300 MW im Service. Darunter befindet sich der Windpark Taczalin, der mit 45,1 MW den Mercedes-Benz Produktionsstandort in Jawor (Woiwodschaft Niederschlesien) mit Ökostrom versorgt. Das Power Purchase Agreement dazu wurde im Sommer 2018 geschlossen.

Berliner Stadtwerke errichten 17,1-MW-Windpark bei Großbeeren
(13. Januar 2022)

Auf einem Feld bei Großbeeren errichten die Berliner Stadtwerke einen aus drei Hochleistungsanlagen bestehenden Windpark mit einer Gesamtleistung von 17,1 MW. Die drei Anlagen des Herstellers Nordex sind bis zur Flügelspitze 180 Meter, die Nabenhöhe liegt bei 105 Metern. Der Durchmesser, den die Rotorblätter bestreichen, erreicht 149 Meter. „Das bedeutet hier bei etwa 20 Meter weniger Höhe gegenüber vielen bisher gebauten Anlagen einen rund 30 Meter größeren Rotordurchmesser“, betonen die Stadtwerke. Der Berliner Versorger investiert in den neuen Windpark rund 17. Mio. €. „Wir haben mit unseren bald 16 eigenen Windrädern plus einer Beteiligung an einem Windpark dann mehr als 68 MW Windkraft-Leistung am Netz, womit wir rund 56.000 Haushalte versorgen können“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführerin Kerstin Busch. Mit Blick auf die mehr als fünfjährige Prüfungs- und Genehmigungsphase im Vorfeld des Baus und angesichts des klimapolitisch notwendigen höheren Ausbautempos spricht sie sich für deutlich schnellere Verfahren aus. Mittlerweile bestünden gute und für alle Seiten akzeptable Regelungen. Für diesen Windpark wurden z.B. alle Festlegungen etwa über Abstandswerte und zur Partizipation der Kommune Stahnsdorf einvernehmlich in einem städtebaulichen Vertrag geregelt.

Siemens Gamesa liefert 11-MW-Turbinen für Gode Wind 3
(20. Dezember 2021)

Siemens Gamesa hat einen ersten den Festauftrag für die Lieferung von Windturbinen für das Offshore-Projekt Gode Wind 3 von Ørsted erhalten. Wie das Unternehmen bekannt gab, stellt das 242-MW-Offshore-Windkraftwerk die ersten Installationen der SG 11.0-200 DD-Turbinen von Siemens Gamesa in deutschen Gewässern dar. Das Projekt, das 40 km von der Küste entfernt nördlich der Insel Norderney an der deutsch-niederländischen Grenze liegt, wird 23 Einheiten der 11-MW-Turbinen umfassen. Der Festauftrag enthalte auch einen fünfjährigen Servicevertrag. Produziert werden die Maschinenhäuser in Cuxhaven, „was die Wertschöpfung der Offshore-Windenergie in Deutschland unterstreicht“. Im Vergleich zum Vorgängermodell der Direct Drive Offshore Turbinen wird die Jahresenergieproduktion um bis zu 40 Prozent gesteigert. Die Anlagen werden mit 97m langen Rotorblättern ausgestattet, so dass sich ein Rotordurchmesser von 200m ergibt und der Wind auf einer Fläche von 31.400 m² „geerntet“ werden kann. Gode Wind 3 soll im Jahr 2024 vollständig in Betrieb genommen werden und rund 250.000 deutsche Haushalte mit Strom versorgen.

Enova kauft zwei Windparks für Repowering
(16. Dezember 2021)

Der Windpionier Enova hat dem dänischen Energieversorger EWII zwei Windparks mit einer Gesamtleistung von 26 MW abgekauft. Während der 18-MW-Windpark Ludwigsdorf im sächsischen Görlitz aus zehn Enercon E-66 Anlagen aus dem Jahr 2004 besteht, produzieren in dem 8-MW-Windpark Meschede im nordrhein-westfälischen Hochsauerlandkreis seit 2005 vier Anlagen vom Typ Vestas V-90 umweltfreundlichen Strom. Enova will die 14 Altanlagen durch sechs leistungsstärkere Turbinen ersetzen. Durch das Repowering soll die Gesamtleistung von 26 auf ca. 40 MW steigen.

Frank May wird Alterric-Geschäftsführer
(8. Dezember 2021)

Die Aloys Wobben Stiftung (AWS) und die EWE AG haben für ihr im April gegründetes Gemeinschaftsunternehmen Alterric mit Dr. Frank May einen Alleingeschäftsführer benannt. May werde seine Tätigkeit für den Onshore-Windexperten mit Sitz in Aurich und Standorten in Deutschland und Frankreich zum 1. April 2022 aufnehmen, teilten AWS und EWE mit. Der 55-Jährige ist derzeit Geschäftsführer und CEO Westdeutschland bei Actemium, einer Sparte des weltweit tätigen Konzessions-, Bau und Energiekonzerns Vinci. May bringt langjährige Erfahrungen aus Energiewirtschaft und industriellem Anlagenbau in seine Tätigkeit ein.

RWE erhält Konzession für dänischen 1.000-MW-Windpark Thor
(2. Dezember 2021)

Auch aus Dänemark meldet RWE einen internationalen Erfolg. Dort hat der Essener Konzern die Konzession für das Offshore-Windprojekt Thor erhalten. Mit einer geplanten Leistung von rund 1.000 MW werde Thor der bisher größte Offshore-Windpark Dänemarks sein. Der Windpark soll vor der dänischen Westküste errichtet werden und 2027 den vollen Betrieb aufnehmen. RWE betreibt derzeit 17 Offshore-Windparks in fünf Ländern; weitere Projekte befinden sich in der Entwicklung und im Bau. In Dänemark betreibt RWE den Offshore-Windpark Rødsand 2, der sich südlich der dänischen Insel Lolland, etwa zehn Kilometer südöstlich von Rødbyhavn befindet. Der Windpark hat eine installierte Leistung von 207 MW, der RWE-Anteil daran liegt bei 20 Prozent. Im Rahmen der Investitions- und Wachstumsstrategie „Growing Green“ will RWE bis 2030 die Kapazität im Bereich Offshore-Wind von derzeit 2,4 Gigawatt (GW) auf 8 GW verdreifachen.

KfW IPEX-Bank finanziert wpd-Windpark in Finnland
(26. November 2021)

Die KfW IPEX-Bank finanziert Bau und Betrieb des nordfinnischen Windparks „Nuolivaara“ des deutschen Projektentwicklers wpd europe GmbH und steuert das gesamte Fremdkapital sowie die benötigten Nebenfazilitäten bei. Der Windpark mit einer Gesamtleistung von 96,9 MW entsteht nördlich des Polarkreises, in der Nähe der finnischen Stadt Kemijärvi. Installiert werden 17 Anlagen des Typs N163/5.7 aus der Delta4000-Serie des deutschen Herstellers Nordex. Die Turbinen werden nach Angaben der KfW IPEX-Bank in der Cold-Climate-Variante mit Anti-Icing-System geliefert. Dies ermögliche trotz klimatischer Herausforderungen einen dauerhaften Betrieb sowie hohe jährliche Energieerträge. Neben der Lieferung der Anlagen übernimmt Nordex auch die Wartung der Windenergieanlagen. Für wpd ist es das vierte gemeinsame Projekt mit Nordex in Finnland. Fertigstellung und Inbetriebnahme sind für Anfang 2023 geplant. Während der wesentliche Teil des produzierten Stroms von zwei finnischen Unternehmen via Grundlast-Stromabnahmeverträgen abgenommen wird, werden verbleibende Volumina direkt am Markt verkauft. Mit der Landesgesellschaft wpd Finland Oy und einer Pipeline von ca. 1.000 MW hat sich die wpd europe eine starke Position im finnischen Markt geschaffen und plant, diese zukünftig weiter auszubauen.

RWE wird erneut auf Sizilien aktiv
(24. November 2021)

Nach einem Zuschlag in der italienischen Onshore-Wind-Auktion errichtet RWE ihren 17. Windpark in Italien. Der 25,2-MW-Windpark soll auf Sizilien errichtet werden, wo RWE bereits vier Windparks betreibt. Für das Onshore-Projekt Selinus hat die italienische Regierung einen zweiseitigen Differenzvertrag (Contract for Difference, CfD) erteilt. Für Selinus errichtet RWE sechs Windkraftanlagen von Vestas (Typ V136) mit 4,2 MW Nennleistung. Die Inbetriebnahme soll im dritten Quartal 2022 stattfinden RWE investiert in das Vorhaben nach eigenen Angaben mehr als 30 Mio. €. RWE agiere in Italien mit einem integrierten Geschäftsmodell von der Projektentwicklung über Bau und Betrieb bis zur Vermarktung von Windparks, heißt es. Mit seiner umfangreichen Erfahrung betreibt das Unternehmen hier ein Onshore-Geschäft mit einer anteiligen Leistung von 456 MW. Zusätzlich zum italienischen Projekt errichtet RWE derzeit Onshore-Windparks in den USA, Großbritannien, Frankreich, Polen, Schweden, den Niederlanden und Deutschland.

reconcept erwirbt 9-MW-Windpark nahe Pfullendorf
(24. November 2021)

Die reconcept GmbH hat ihr Portfolio um einen weiteren deutschen Onshore-Windpark erweitert. Der 9-MW-Windpark befindet sich in Baden-Württemberg nahe der Stadt Pfullendorf im Landkreis Sigmaringen, berichtet der Anbieter und Asset-Manager nachhaltiger Geldanlagen sowie Projektentwickler im Bereich erneuerbare Energien. Der Standort gilt mit durchschnittlichen Windgeschwindigkeiten von sechs Metern/Sekunde als windreich. Die drei 3-MW-Windenergieanlagen vom Typ Vensys liefern bereits seit 2017 Windstrom, 2020 produzierte der Windpark 20,5 GWh. Die Windkraftanlagen bildeten mit einer Nabenhöhe von 140 Metern und einer Gesamthöhe von 200 Metern den aktuell größten und leistungsstärksten Windpark in der Region Bodensee-Oberschwaben. Ein Vollwartungsvertrag über eine 15-jährige Laufzeit sichere eine technische Verfügbarkeit durch den Hersteller von mindestens 97 Prozent. Der generierte Windstrom wird sowohl über einen EEG-Tarif als auch über eine Direktvermarktung vergütet. „Vertraglich gesichert werden konnte so eine vergleichsweise hohe Vergütung von 8,515 ct/kWh bis Ende 2025“, heißt es weiter.

Ex-Nordex-Chef Zeschky übernimmt CEO-Posten bei Enercon
(15. November 2021)

Dr. Jürgen Zeschky wird neuer CEO bei Enercon. Das gab die Aloys Wobben Stiftung, Enercons Alleingesellschafterin, in Aurich bekannt. Zeschky übernimmt am 1. Januar 2022 die Amtsgeschäfte von Momme Janssen, der das Unternehmen zum Jahresende auf eigenen Wunsch verlässt. „Mit Dr. Jürgen Zeschky konnten wir einen versierten Branchenkenner mit ausgewiesener technischen Expertise und langjähriger internationaler Management-Erfahrung für uns gewinnen“, sagt Heiko Janssen, Vorstandsvorsitzender der Aloys Wobben Stiftung. Zeschky wurde nach seiner Zeit bei Voith Turbo im Jahr 2012 CEO bei Nordex und führte das Unternehmen durch seine Restrukturierung. Auf eigenen Wunsch schied Zeschky 2015 bei Nordex aus und wurde 2016 CEO beim Maschinenbaukonzern Hoerbiger Holding AG, bei dem er bis zuletzt tätig war. „Enercon gehört zu den Wind Onshore-Pionieren und nach wie vor zu den wegweisenden Akteuren der Energiewende“, sagt Zeschky. Die Übergabe der Amtsgeschäfte erfolge in enger Absprache mit der Stiftung und dem scheidenden CEO Momme Janssen, um in den laufenden Prozessen bestmöglich Kontinuität sicherzustellen, heißt es. Dazu werde sich Zeschky bereits in den kommenden Wochen in die Themen einarbeiten.

RWE baut Portfolio in Frankreich aus
(10. November 2021)

Mit der Investitionsentscheidung für den Onshore-Windpark Les Nouvions baut RWE ihr Erneuerbare-Energien-Portfolio in Frankreich weiter aus. Der 44-MW-Windpark befindet sich in Nordfrankreich, in der Region Hauts-de-France. Zum Jahresanfang 2022 soll der Bau beginnen; das Projektteam plant die vollständige Inbetriebnahme in 2023. Nach Fertigstellung verfügt der Windpark nach RWE-Angaben über elf Nordex-Turbinen (Typ N149 / 3960 TS 105). Erst kürzlich hat RWE ihren ersten Onshore-Windpark Les Pierrots (26,4 MW) in Betrieb genommen. Zwei weitere Windparks mit einer Gesamtkapazität von 33 MW sollen 2022 fertiggestellt werden. Zusätzlich zu den französischen Projekten errichtet RWE Onshore-Windparks in den USA, Großbritannien, Polen, Schweden, den Niederlanden und Deutschland.

EnBW weiht Windpark im Saarland ein
(4. November 2021)

Im Saarland ist nach etwas über einem Jahr Bauzeit der Windpark Hüttersdorf im Landkreis Saarlouis eingeweiht worden. Die beiden Windkraftanlagen auf der Gemarkung der Gemeinde Schmelz vom Typ Nordex N 131 haben eine Nabenhöhe von 164 Metern und einen Rotordurchmesser von 131 Metern. Die Gesamthöhe beträgt 230 Meter, wie die EnBW als Betreiberin der Anlagen berichtet. Die Turbinen erreichen jeweils eine Leistung von 3,3 MW. Nachdem die EnBW im Frühjahr 2019 die neue Genehmigung für zwei Windkraftanlagen am Standortder Gemeinde Hüttersdorf erhalten hat, begann der Bau im Herbst 2020 und wurde nun „fristgerecht vollendet“.

BWE kritisiert 6-MW-Deckel für Pilotwindenergieanlagen
(4. November 2021)

Der Bundesverband Windenergie (BWE) kritisiert die bestehende Regelung, nach der Pilotwindanlagen in Deutschland nur bis zu einer Leistung von 6 MW zugelassen werden können. „Seit der Einführung dieser Regel hat die Anlagentechnik aber so weite Fortschritte gemacht, dass diese Leistungsgrenze erreicht oder sogar übertroffen wird“, heißt es beim BWE. Die Regelung führe inzwischen zu der „absurden Situation“, dass deutsche Hersteller ihre modernsten Anlagen im benachbarten europäischen Ausland dem Praxistest unterziehen müssen. „Diese Situation bremst die technische Innovation am Standort Deutschland und gefährdet Know-how und Arbeitsplätze im Bereich Forschung und Entwicklung“, kritisiert BWE-Präsident Hermann Albers. „Wenn Deutschland ein Innovationsstandort für moderne, zukunftsfähige Windenergietechnik sein will, dann darf es keinen 6 MW Deckel mehr geben. Effizienz und Kostensenkung liegen im Interesse von Politik und Gesellschaft.

Notus energy nimmt 22,5-MW-Windpark in Frankreich in Betrieb
(1. Oktober 2021)

Das Unternehmen Notus energy hat einen 22,5 MW-Windpark in der französischen Picardie in Betrieb genommen. Die neun Anlagen des Windparks Plaine d‘Estrées in Nordfrankreich produzieren Strom für 12.000 Haushalte. Die neun jetzt errichteten Anlagen vom Typ Nordex N100 liegen 15 Kilometer westlich von Compiègne und haben eine Nennleistung von jeweils 2,5 MW. In den ersten Betriebsjahren werde Notus kontinuierlich die Auswirkungen der Anlagen auf die lokalen Fledermauspopulationen auswerten. Die Beobachtung der Tiere erfolgt gleichzeitig mit fest installierten automatischen Systemen und herkömmlichen Begehungen durch Fledermausexperten. Die Ausgleichszahlungen aus dem Windpark finanzieren in den Gemeinden Fouilleuse und Épineuse zusätzlich die Anpflanzung von Hecken, die Vögeln und kleinen Säugetieren neuen Lebensraum bieten.

Offizielle Eröffnung von Windpark Hoort 2
(27. September 2021)

Rund eineinhalb Jahre nach Abschluss der Bauarbeiten und der Inbetriebnahme ist in Hoort südlich von Schwerin ein besonderer Windpark offiziell eröffnet worden. Von den 16 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 57,6 MW betreibt die Gemeinde Hoort vier.

Der Windpark Hoort 2 biete Bürgern und Gemeinden mehr Beteiligungsmöglichkeiten, als das Gesetz vorschreibe, hob Energieminister Christian Pegel (SPD) hervor. Nach dem Bürger- und Gemeindenbeteiligungsgesetz des Landes MV müssen bei neuen Windparkprojekten den Gemeinden und Bürgern vor Ort bis zu 20 Prozent Beteiligung angeboten werden. Das Projekt in Hoort geht mit 25 Prozent kommunaler Beteiligung darüber hinaus. Das Gesetz ist vor fünf Jahren verabschiedet worden, wurde bisher aber nur vereinzelt angewendet. Aktuell liegen dem Energieministerium nach eigenen Angaben jedoch rund 100 Anzeigen für Vorhaben vor, die dem Bürger- und Gemeindenbeteiligungsgesetz unterliegen.

Projektpartner des Windparks sind der Windparkentwickler Loscon GmbH, die Gemeinde Hoort und die mea Energieagentur Mecklenburg-Vorpommern GmbH (mea), eine 100-prozentige Tochtergesellschaft des kommunalen Energieversorgers Wemag, wie dieser mitteilte. Zehn der 16 Windräder werden demnach von Loscon betrieben, zwei von mea. Das gesamte Investitionsvolumen liegt bei fast 100 Mio. €. (dpa)

Encavis erweitert Portfolio in Frankreich
(27. September 2021)

Encavis Asset Management AG setzt mit dem Erwerb von fünf neuen Windparks in Frankreich die Wachstums- und Diversifikationsstrategie für das Portfolio ihres Spezialfonds Encavis Infrastructure Fund II (EIF II) weiter um. Verkäufer der Anlagen ist die schweizerische Axpo Holding AG, deren Tochtergesellschaft Volkswind die Planung, Projektierung und den Bau der Windparks verantwortet. Die insgesamt 29 Windkraftanlagen verfügen über eine installierte Leistung von 74,5 MW. Sie wurden zwischen Januar und Juni 2021 fertiggestellt und in Betrieb genommen. Die durchschnittliche Jahresproduktion der Anlagen entspricht dem Stromverbrauch von 37.000 Haushalten an den Standorten in 5 französischen Gemeinden. Die Windparks gehen in den Bestand des Spezialfonds EIF II über, der Anlagegelder von insgesamt rund 480 Mio. € Eigenkapital in europäische Wind- und Solaranlagen investiert. Der exklusiv von der BayernLB angebotene und insbesondere für Banken und Sparkassen konzipierte Spezialfonds wird von der Service-KVG Hansainvest LUX S.A. verwaltet.

BayWa r.e. nimmt 94,6-MW-Windpark Lyngsåsa in Betrieb
(9. September 2021)

BayWa r.e. hat seinen bislang größten Windpark in Europa in Betrieb genommen. Es handelt sich um den 94,6-MW-Windpark Lyngsåsa in Südschweden. Lyngsåsa besteht aus 22 Windenergieanlagen des Typs Vestas V150. Das Projekt wurde schon 2019 an den Investor für nachhaltige Energieinfrastruktur SUSI Partners verkauft, der sich ein langfristiges Power Purchase Agreement (PPA) gesichert hat.

Zur allgemeinen Lage der Windenergiebranche erklärt BayWa r.e., dass trotz erheblicher Fortschritte bei der Umsetzung von Windenergieprojekten in ganz Europa Regierungen und Institutionen in den nächsten zehn Jahren neue Windkraftkapazitäten dreimal schneller installieren müssten, um die notwendigen Klimaziele zu erreichen. BayWa r.e. will vor diesem Hintergrund seine führende Rolle auf dem europäischen Windmarkt weiter ausbauen. Im Juli gab das Unternehmen die Übernahme des deutschen Windenergieentwicklers NWind mit einem Portfolio von rund 700 MW und 60 Windprojekten bekannt. In Frankreich sicherte sich BayWa r.e. durch die Übernahme des französischen Entwicklers Enerpole im Mai ein 300-MW-Windprojektportfolio.

Nordex steigt mit N163/6.X in die 6-MW-Klasse ein
(6. September 2021)

Die Nordex Group hat mit der Turbine N163/6.X den Einstieg in die 6-MW-Klasse bekannt gegeben. Der Start der Serienproduktion der N163/6.X soll Anfang 2023 erfolgen. Erste Aufträge habe das Unternehmen bereits erhalten, heißt es in der Mitteilung vom Montag. Im Vergleich zum Schwestermodell der 5-MW-Klasse – der N163/5.X, die Ende August zum ersten Mal in Schleswig-Holstein errichtet wurde (vgl. Meldung vom 3. September 2021) – könne die N163/6.X durch ihre deutlich erhöhte Nennleistung einen bis zu sieben Prozent höheren Jahresenergieertrag erwirtschaften, so Nordex. Die N163/6.X sei regulär für eine Lebensdauer von 25 Jahren ausgelegt, soll aber auch standortspezifisch über eine Dauer von bis zu 35 Jahren betrieben werden können.

Um die erhöhte Nennleistung im 6-MW-Bereich zu erreichen, setzt Nordex ein leistungsstärkeres Getriebe ein. Zudem werde das elektrische System der Delta4000-Produktserie mittels einer Anhebung der Nennspannung und einer verbesserten Kühlung angepasst. Die äußeren Abmessungen des Maschinenhauses blieben weiterhin unverändert, damit bewährte Logistik- und Installationsprozesse der Turbinen der Delta4000-Serie wie bisher genutzt werden können.

Zum Einsatz komme auch eine verstärkte Variante des ca. 80 Meter langen Rotorblatts der N163/5.X, das auf der bewährten GFK/Carbon Differentialbauweise beruht, die die Nordex Group seit 2011 in der Serienproduktion für ihre Rotorblätter verwendet. Durch eine geringere Drehzahl sollen die Schallemissionswerte der N163/6.X bei maximal 106,4 dB(A) liegen. Unterschiedliche Turmvarianten je nach Markt mit bis zu einer Höhe von 164 Metern, eine Kaltklimavariante sowie das Advanced Anti-Icing-System für Rotorblätter seien als Optionen für die N163/6.X ebenfalls vorgesehen. Wie das Schwestermodell N163/5.X sei die N163/6.X auf Mittel- und Schwachwindgebiete ausgelegt, fokussiere jedoch auf ausgewählte Kernmärkte in Europa.

Ørsted vergibt Fundament-Auftrag für deutsche Projekte
(6. September 2021)

Ørsted hat zwei Fundament-Aufträge für die geplanten Offshore-Windparks Borkum Riffgrund 3 (900 MW) und Gode Wind 3 (242 MW) vergeben. Die Verträge umfassen die Lieferung von insgesamt 107 Monopile-Fundamenten sowie das Fundament für die Offshore-Umspannstation (OSS) für Gode Wind 3. Borkum Riffgrund 3 soll ohne OSS gebaut werden. Zudem setze Ørsted diesmal auf Monopiles, die ohne Transition Piece mit der Windkraftanlage verbunden werden. 66 Fundamente, die bis zu 100 Meter lang und rund 1.200 Tonnen schwer sind, werden von Steelwind Nordenham produziert. Die 41 weiteren Fundamente kommen von Bladt Industries A/S.

Die Offshore-Windparks Gode Wind 3 und Borkum Riffgrund 3 sollen in den Jahren 2024 und 2025 vollständig in Betrieb gehen. Baubeginn ist voraussichtlich im Sommer 2023. Eine endgültige Investitionsentscheidung werde für Ende 2021 erwartet, so Ørsted.

In den Offshore-Windauktionen 2017 und 2018 erhielt Ørsted für die in Borkum Riffgrund 3 zusammengefassten Flächen den Zuschlag mit einem Gebot von 0 Cent – als Erste in Deutschland. Dies wurde durch eine Reihe von Kostenreduktionen, ermöglicht, darunter die Installation von Windturbinentechnologie der nächsten Generation, der Wegfall der OSS, sehr gute Standortbedingungen und hohe Windgeschwindigkeiten sowie durch erwartete Stromabnahmeverträge, wie bereits unterzeichnete Abkommen mit Covestro und Amazon.

Nordex errichtet erste N163/5.X Turbine
(3. September 2021)

Ende August 2021 hat die Nordex Group im Bürgerwindpark „Janneby“ in Schleswig-Holstein planmäßig die erste N163/5.X Turbine der Delta4000-Baureihe errichtet. Mit ca. 80 Meter langen Rotorblättern und der überstrichenen Rotorfläche von 20.867 Quadratmetern ist die N163/5.X dem Unternehmen zufolge die zurzeit effizienteste Nordex-Anlage in der 5-MW-Klasse für Mittel- und Schwachwind-Standorte.

Laut José Luis Blanco, CEO der Nordex Group, steht die Serienproduktion in den Startlöchern. Für die N163/5.X gebe es bereits Aufträge für 520 Turbinen mit ca. 3,0 GW Leistung. Die Projekte befinden sich unter anderem in Australien, Brasilien, Skandinavien, Deutschland und Italien. Für die weltweiten Märkte liege für die N163/5.X die internationale IEC-Zertifizierung in Form des Design Evaluation Conformity Statements DECS für Nabenhöhen von 118, 148 und 159 Metern vor. Speziell für den deutschen Markt seien auch die Typenprüfungen nach DIBT 2012 für die Nabenhöhen von 118 und 164 Metern vorhanden.

Energiequelle errichtet Windpark mit 28,5 MW in Finnland
(3. September 2021)

Energiequelle hat Ende August mit dem Bau des Windparks „Takanebacken“ in Finnland begonnen. Der Park liegt in der Gemeinde Maalahti in Österbotten, circa 40 km südlich von Vaasa. Energiequelle Oy, die finnische Tochtergesellschaft der Energiequelle GmbH, errichtet hier fünf Nordex-Anlagen des Typs N163 mit einer Nabenhöhe von 148 m und einer Leistung von je 5,7 MW. Die Inbetriebnahme der Anlagen ist für Herbst 2022 vorgesehen. Der Park werde um die 100 GWh pro Jahr produzieren. Takanebacken ist bereits das dritte Projekt von Energiequelle in Finnland. Knapp 80 MW hat der internationale Projektentwickler hier dann installiert.

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