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SWM und GWG starten größtes Mieterstromprojekt in München

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Die städtische Wohnungsbaugesellschaft GWG München und die Stadtwerke München (SWM) setzen im Stadtteil Harthof das mit einer PV-Leistung von rund 1,8 MWp bislang größte Mieterstromprojekt in München um. Bis Jahresende 2023 soll bereits knapp 1 MWp installiert sein, wozu 21 PV-Mieterstrom-Anlagen errichtet werden sollen. Die rund eine GWh Solarertrag würden rechnerisch für rund 400 Münchner Haushalte reichen, in den betreffenden GWG-Gebäuden befinden sich rund 850 Wohneinheiten. Im kommenden Jahr werde das Projekt im Bauabschnitt II auf weiteren Gebäuden der GWG München fortgeführt, berichten die SWM. 2024 sollen nochmal 23 Anlagen mit einer Leistung von rund 820 kWp ans Netz gehen.

Da die Stadtwerke München die Installation und den Betrieb der Photovoltaikanlage übernehmen, fallen keine Mehrkosten für die Mieter an. Die Bewohner können wählen, ob sie zum M-Mieterstrom wechseln oder ihren bestehenden Stromvertrag behalten möchten. „Beim M-Mieterstrom wird der Ökostrom ohne Netzdurchleitung direkt vom Dach in die Wohnungen geliefert“, so der Energiedienstleister weiter. Wird mehr Strom benötigt, als die PV-Module produzieren, dann liefern die SWM entsprechend Ökostrom.

Der Tarif M-Mieterstrom ist immer mindestens 10 Prozent günstiger als die Grundversorgung – derzeit sei die Ersparnis sogar deutlich größer. Im Rahmen der Energiepartnerschaft von GWG München und SWM werden auf Neubauten und auch bei Sanierungen – sofern technisch möglich – gemeinsam Photovoltaik-Mieterstrom-Anlagen realisiert. Im Neubaugebiet Freiham entstehen bis 2024 Mieterstrom-Anlagen mit einer Gesamtleistung von über 350 kWp.

In den Folgejahren ist der PV-Ausbau am Harthof im Areal Ascend und im Areal St.-Michael-Straße geplant. „Ascend“ steht für Accelerate Positive Clean Energy Districts und beschreibt die Umsetzung eines energiepositiven Stadtteils mit Förderung aus EU-Mitteln.

In der Stadt, in der die Flächen knapp sind, böten sich für die Energiewende beim Thema Strom die Dachflächen von bestehenden Gebäuden und Neubauten an. „Auch kleinere Anlagen tragen ihren Teil dazu bei, das lokale Potenzial so weit wie möglich auszuschöpfen“, so die SWM weiter. „Alle PV-Anlagen zusammen helfen, noch mehr klimaneutralen regionalen Ökostrom für die Stadt zu erzeugen und ihn direkt ins Münchner Netz einzuspeisen.“

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