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Fernwärme

Enercity errichtet 50-MW-Power-to-Heat-Anlage

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Enercity erweitert das Fernwärmeportfolio um eine neue Power-to-Heat-Anlage mit 50 MW Leistung. Die elektrisch betriebenen Heizkessel am Standort Herrenhausen wandeln Strom in Wärme um und können flexibel eingesetzt werden, berichtet enercity. Das sei insbesondere dann entscheidend, wenn viel erneuerbare Energie im Netz ist oder ein sehr hoher Wärmebedarf entsteht, beispielsweise an besonders kalten Wintertagen. Eine weitere seit 2020 bestehende Anlage wird ebenfalls von 20 auf 26 MW erweitert.

„Wir sehen im Energiesystem immer häufiger Situationen, in denen sehr viel erneuerbarer Strom im Netz ist – bis hin zu negativen Preisen. Gleichzeitig fehlt es an flexiblen Lösungen, diesen Strom sinnvoll einzusetzen“, sagt Carsten Heckmann, enercity-Bereichsleiter Fernwärme und Wasser. „Genau hier setzen wir in Hannover an: Wir machen überschüssigen Strom gezielt nutzbar und verbinden so Strom- und Wärmemarkt intelligent.“

Wärmeerzeugung wird in wirtschaftlich günstige Zeitfenster verschoben

Power-to-Heat-Anlagen reagieren gezielt auf entsprechende Marktsituationen. Wenn viel Strom ins Netz drängt und die Preise sinken, wird elektrische Energie in Wärme umgewandelt und ins Fernwärmenetz eingespeist oder dem Fernwärmespeicher zugeführt. Damit verschiebt sich die Wärmeerzeugung in wirtschaftlich günstige Zeitfenster und erneuerbarer Strom kann effizient verwertet werden.

Gleichzeitig tragen die Anlagen zur Versorgungssicherheit bei, betont der Energiedienstleister. Bei hoher Wärmenachfrage können sie kurzfristig zugeschaltet werden und zusätzliche Leistung bereitstellen. „Power-to-Heat ist dabei kein Dauerläufer, sondern wird gezielt in Situationen eingesetzt, in denen das Energiesystem Unterstützung benötigt.“

Besonders wirksam wird Power-to-Heat im Zusammenspiel mit dem bestehenden Fernwärmesystem und Wärmespeichern. Am Standort Herrenhausen ist diese Kombination bereits erprobt: Seit 2020 kann dort ein Elektroheizkessel mit 20 MW Leistung das Fernwärmespeicherwasser von 98°C schnell auf die im Winter erforderliche Vorlauftemperatur von bis zu 120°C erhitzen. Der Speicherinhalt kann dadurch auch bei der Spitzennachfrage genutzt werden. Dies erspart den Einsatz anderer Erzeugungsanlagen und ermöglicht eine wirtschaftliche Fernwärmeerzeugung.

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